2018: FHEM, ioBroker, OpenHab oder IP Symcon

Homematic, Fibaro, Telekom Magenta etc.
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Mr.Fisch
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Mo 2. Apr 2018, 15:40

Auf der Suche nach einer produktübergreifenden, konfigurierbaren Smarthome Zentrale mit Alexa-Anbindung und guter Support-Community hat man leider die Qual der Wahl:
  • FHEM
  • ioBroker
  • OpenHab
  • IP Symcon
Es gibt zwar jede Menge Informationen - auch hier im Forum - aber einen halbwegs aktuellen Vergleich habe ich nicht gefunden.In den letzten 1-2 Jahren hat sich IMHO eine Menge getan.

Wichtig sind aus meiner Sicht folgende Kriterien:
1. Moderne Oberfläche (Design statt Flickenteppich)
2. Einfache Konfigurierbarkeit und Programmierbarkeit
3. Integriergeschwindigkeit neuer interessanter Gadgets
4. Größe und Hilfsbereitschaft der Supportcommunity

Kennt jemand mehrere der o.a. Systeme und kann einen groben Vergleich ziehen?

Gruß Mr.Fisch
PS: die Standardantworten.... "musst Du testen was dir am besten gefällt" helfen mir wenig.
Ich freue mich über Eure subjektive aber sachliche Bewertung der Systeme :grinning:
Zuletzt geändert von Mr.Fisch am Mo 2. Apr 2018, 15:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Fonzo
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Mo 2. Apr 2018, 17:46

Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 15:40
Auf der Suche nach einer produktübergreifenden, konfigurierbaren Smarthome Zentrale mit Alexa-Anbindung und guter Support-Community hat man leider die Qual der Wahl:
  • FHEM
  • ioBroker
  • OpenHab
  • IP Symcon
Die Frage ist was ist für einen Produkt übergreifend bzw. welche Systeme will man denn selber einbinden, dann kann man so eine Auswahl auch noch erweitern. Da gibt es dann auch noch Systeme wie EverHome, Homee, Mediola, Home Assistant usw.. Auch sind hier nicht alle Systeme gleich bei FHEM muss man sich z.B. selber darum kümmern eine Alexa Anbindung zu schaffen während bei anderen OpenSource Lösungen wie ioBroker oder OpenHAB es auch einen Skill gibt. Wenn man auch einen Custom Skill nutzten will ist man bei FHEM oder IP-Symcon gut aufgehoben.
Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 15:40
Wichtig sind aus meiner Sicht folgende Kriterien:
1. Moderne Oberfläche (Design statt Flickenteppich)
Das ist auch eine individuelle Entscheidung und sehr subjektiv zu beurteilen. In der Regel haben kommerzielle Lösungen eine eher abgestimmte Oberfläche und Icon Sets und sehen vom Design mehr aus einem Guss aus. OpenSource Lösungen sind von den Möglichkeiten da nicht schlechter als manche kommerzielle Lösung, aber da fehlt halt oft das übergeordnete Design bzw. das alle Elemente aufeinander abgestimmt sind, das sieht dann für den ein oder anderen etwas bunt zusammengewürfelt aus, das ist aber wie gesagt sehr individuell, was man da selber für einen Anspruch hat.
Abgestimmte Icon Sets gibt es von kommerziellen Anbietern diese haben dann aber auch oft ihren Preis. Bei Mediola gibt es z.B. Icon Sets zu kaufen. Ich selber nutzte z.B. Colibrico, das kostet auch einmalig Geld, damit hat man aber Möglichkeiten ziemlich schnell ein individuelles einheitliches Design und Icons zu generieren, ohne das es dann aussieht wie ein Flickenteppich und es geht schneller als z.B. Photoshop und hat auch schon SVG Vorlagen dabei, man kann aber auch eigene SVG importieren.

Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 15:40
2. Einfache Konfigurierbarkeit und Programmierbarkeit
Was den schnellen Einstieg anbelangt sind kommerzielle Lösungen eher auf den Endkunden abgestimmt, man kommt damit als Einsteiger imho schneller zu einem Ergebnis. Nachteil ist aber oft das solche System von den Möglichkeiten wiederum begrenzt sind. Mediola oder Homee richten sich vom Fokus z.B. eher an Einsteiger bzw. Fortgeschrittene, die schnell was zusammen bauen wollen, sind aber was die Möglichkeiten angelangt wiederum begrenzt, wenn man das mit IP-Symcon oder OpenSource Lösungen vergleicht. Was die Programmierbarkeit anbelangt, gibt es da denke ich bei OpenSource Lösungen und IP-Symcon keinen Unterschied außer der Sprache, die das System jeweils verwendet. Bei Systemen wie Mediola oder Homee ist man auf einfache Konfiguration ausgelegt, Mediola soll auch mit der Homematic CCU3 ausgeliefert werden. Dafür sind solche Systeme wiederum etwas begrenzt was die Erweiterbarkeit angelangt bzw. man ist hier vom Hersteller abhängig.
Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 15:40
3. Integriergeschwindigkeit neuer interessanter Gadgets
Hier ist ganz klar der Vorteil von OpenSource Lösungen oder auch Lösungen wie IP-Symcon mit definierten Schnittstellen bei denen man selber erweitern kann. Lösungen wie Homee oder Mediola ist man hier komplett vom Hersteller abhängig. Was die Geschwindigkeit anbelangt ist davon abhängig wie viele Nutzer so ein System nutzten und selber in der Lage sind eigene Hardware einzubinden bzw. selber Skripte zu schreiben, ansonsten ist man halt bei dem System vom Rest abhängig, der so was zur Verfügung stellt. Von den OpenSpoure Lösungen ist Python am weitesten verbreitet und damit mit z.B. Home Assistant auch die meisten Gadgets. Was die Anzahl der Nutzer angelangt, die aktiv selber Gadgets einbinden ist da denke ich OpenHAB vorne, gefolgt von FHEM und dann ioBroker. Bei kommerziellen Lösungen und gleichzeitig die älteste Lösung die am Markt ist, ist dies IP-Symcon, dies wird hauptsächlich vor allem von Integratoren benutzt bzw. beim Endkunden installiert. Hier spielt auch noch ein Unterschied zwischen kommerziellen Lösungen und OpenSource mit rein. Zugang zu gesicherten Schnittstellen erhalten in der Regel nur kommerzielle Lösungen die untereinander ein Confidential Agreement unterschrieben haben und bei dem dann der Quellcode nicht offen liegt. OpenSource Lösungen gehen da immer einen anderen Weg die greifen entweder auf offene APIs zu oder versuchen durch Reverse Engineering einen Zugang zu dem Gerät zu bekommen. Ohne eine offizielle Kooperation mit dem Hersteller des Geräts gleicht das ganze aber immer einem Katz und Maus Spiel. Wenn der Hersteller von einem Gerät also beim besten Willen nicht wünscht das man sein Gerät durch Fremdsysteme steuert oder nur durch Systeme die zertifiziert worden sind reicht es immer aus der der Hersteller etwas abändert und dann ist man wieder am basteln. Das kann man z.B. hier beim Thema Broadlink oder anderen China Lösungen sehr gut beobachten, die Hersteller bieten selten offene Schnittstellen an. Auch spielt es bei Lösungen wie KNX z.B. eine Rolle ob man so was über eine kommerzielle Lösung durchführt oder OpenSource Lösungen. Um KNX mit dem Bus zu nutzten muss man zertifizierter KNX Partner sein, das sind in der Regel OpenSource Lösungen nicht, diese greifen auf KNX über IP-Gateways zu, sitzen aber nicht selber mit der Hardware auf dem KNX Bus.
Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 15:40
4. Größe und Hilfsbereitschaft der Supportcommunity
Ich denke hilfsbereit sind die meisten Foren eigentlich immer, die Frage ist hier ob man das auf deutsch wünscht oder auch auf englisch. OpenHAB ist überwiegend Englisch, FHEM hat ein etabliertes deutschen Forum, ioBroker hat hat ein zunehmend größeren Benutzerkreis auch mit deutschen Forum ist aber kleiner als z.B. OpenHAB oder FHEM. IP-Symcon hat ein deutsches Forum ist als kommerzielle Lösung aber nicht direkt mit Open Source Lösungen vergleichbar. Während bei OpenSource Lösungen der Support ausschließlich über Foren stattfindet, ist dies bei kommerziellen Lösungen z.B. auch per Email, Telefonsupport oder den Integrator bzw. Fachhandel möglich, daher wird nicht jede Frage auch automatisch in einem Forum auftauchen.

Letztendlich hilft es denke nur sich ein wenig Zeit zu nehmen und sich ein persönlichen Eindruck von Systemen zu verschaffen. OpenSource Lösungen kann man so oder so kostenfrei ausprobieren. Bei kommerziellen Lösungen wie IP-Symcon der auch Mediola gibt es die Möglichkeit das vorher zu Testen bevor man das erwirbt. Zu guter Letzt muss man sich halt auch selbst einschätzen wie viel Zeit man sich damit beschäftigen will bzw. ob man Geld dafür ausgeben will oder nicht. Da Zeit ja bekanntlich Geld ist, ist es bei OpenSource Lösungen in der Regel so, das man insgesamt sich mehr mit solchen Systemen und der Dokumentation auseinandersetzten muss um zum gleichen Ergebnis zu kommen wie bei kommerziellen Lösungen.
Zuletzt geändert von Fonzo am Mo 2. Apr 2018, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Andyfis
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Mo 2. Apr 2018, 19:36

Hallo,

Also ich kann nur von / für IP Symcon reden, was ich nun seit 2006 im Dauer Einsatz habe.

Dadurch, dass ich fast alles automatisiert habe, brauche ich fast keine Oberfläche. Ich habe auch nirgends ein Tablet an der Wand hängen ( was ich eigentlich immer wollte, aber dann nie brauchte).
Ich steuere die Geräte / Ereignisse über Alexa und wenn nötig benutze ich die IP Symcon App am Handy.

Das Forum ist super hilfbereit. Es wird allerdings erwartet, dass man Google benutzt hat und auch die Forensuche bedienen kann.

Die Programmierung finde ich recht einfach.
Man kann aber auch diverse Dinge direkt selbst verknüpfen.
Die Gefahr, die ich für dich sehe ist, dass du ( wenn du nun beginnst) den Sommer vor dem Computer verbringst, anstatt draußen. Es hat auf jeden Fall Suchtpotenzial.
Da es sich um PHP "Programmierung" handelt findest du auch jede Menge bei Google, wenn du nicht weiter kommst.

Io Broker und Co kenne ich nur von Namen her und kann da wenig zu sagen.

Ich selbst benutze 1 Wire Systeme, Homematic und Homematic ip, fs20 und ein anderes Funksystem auf 868 Basis. Die Anzahl der Komponenten kann ich dir nicht mehr sagen... Es sind jede Menge.
Dazu bietet IP Symcon noch die Möglichkeit an , dass man den Inhalt von Webseiten ausliest (können andere bestimmt auch). So Frage ich den Unwetter Status ab ... Oder habe dass Webinterface der Wärmepumpe in IP Symcon integriert.

Die Gardena Bewässerung habe ich über das oben beschriebene 1 Wire eingebunden.

Das schöne an IP Symcon, was ich für mich auch für wichtig halte. Es funktioniert auch, wenn ich kein Internet habe. Klar, dann geht Alexa nicht, aber in der Kombination mit der ccu von Homematic bin ich mein eigener Verwalter der Haussteuerung. Im lokalen Netz kann ich dann mit App schalten, falls erforderlich.

Wie gesagt. Zu den anderen Lösungen kann ich nichts sagen. Zum Preis muss ich fairer Weise sagen, dass ich Nutzer seit der (fast) ersten Stunde bin und somit keine so große Anschaffungskosten hatte. Aber ich bezahle seit dem einen jährlichen Beitrag um die App auch über die Ferne anzufragen und Updates zu bekommen.

Ich möchte es nicht missen ( und meine Freundin auch nicht ).

Ich hoffe, das hilft dir irgendwie.
VG
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Mr.Fisch
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Mo 2. Apr 2018, 19:43

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten :grinning: Natürlich hängt die Wahl einer Integrationsplattform vom eigenen Geschmack und den individuellen Vorkenntnissen ab.

Mein Profil passt wahrscheinlich auch auf viele andere Leser hier:
- Ich bin technik-begeistert, habe aber wenig Zeit (..für coole Sachen nehme ich mir die Zeit die es braucht)
- Ich kann programmieren, bevorzuge aber einfaches Konfigurieren (...friggeln aus der Not, nicht zum Spaß)
- Ich kann Englisch, bevorzuge aber Deutsch
- Ich weiß Einfachheit und Strukturiertheit zu schätzen (...Komplexität einfach darzustellen ist schließlich eine Kunst)
- Ich bin gerne "early Bird" und liebe es meinen Gästen die neusten Gadgets vorzustellen :)

Aktuell interessiere ich mich für den Saugroboters "Xiaomi Roborock", eine neue Generation die endlich eine brauchbare Raumorientierung hat.
Bei diesem aktuellen Praxisbeispiel war ich angenehm überrascht, dass alle o.a. Integrationsplattformen kurzfristig eine Anbindung gebastelt haben, obwohl es keine offizielle Schnittstelle gibt. Offensichtlich ist die Innovationskraft in allen Communities vorhanden.

FHEM: Integration verfügbar (deutsch)
IOBroker: Integration verfügbar (deutsch)
OpenHAB Integration verfügbar (englisch)
IP Symcon: Integration verfügbar (deutsch)

Im Moment schwanke ich zwischen IOBroker und IP Symcon. FHEM und OpenHAB erscheinen mir in Ersteinschätzung zu umständlich.
Zuletzt geändert von Mr.Fisch am Mo 2. Apr 2018, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Andyfis
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Mo 2. Apr 2018, 20:11

Das mit dem Roboter hättest du mir nicht sagen dürfen.. War bisher an mir vorbei gegangen...
Ach, das Projekt Rasenmähroboter mit Garage ( inkl Rolltor) kann man natürlich auch mit IP Symcon realisieren....

Muss aber nun nach dem vom dir beschriebenen roboter gucken und hoffe, das er nichts für mich ist...
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Fonzo
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Mo 2. Apr 2018, 23:28

Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 19:43
Natürlich hängt die Wahl einer Integrationsplattform vom eigenen Geschmack und den individuellen Vorkenntnissen ab.
Einerseits spielt hier sicher der individuelle Geschmack eine Rolle auf der anderen Seite ist für mich persönlich z.B. wichtiger welche Geräte ich selber besitze und wie diese integriert sind. Ich besitze z.B. Geräte, für die ich dann selber mir die Mühe machen müsste die in anderen OpenSource Plattformen wie z.B. ioBroker so vollständig zu integrieren, wie ich mir das selber wünsche, da es aber so schon unter IP-Symcon läuft, habe ich zur Zeit wenig Bedürfnis auf eine andere Plattform zu wechseln. Wie man aber ein Gerät ansteuern will und und welchem Funktionsumfang ist ja von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich.
Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 19:43
FHEM und OpenHAB erscheinen mir in Ersteinschätzung zu umständlich.
Das sind sie auch im Vergleich, aus diesem Grund gibt es auch viele Nutzer die dann doch irgendwann IP-Symcon statt FHEM oder OpenHAB einsetzten insofern man Geld ausgeben will oder eben so was ioBroker ausprobieren und dabei bleiben.
Mr.Fisch hat geschrieben:
Mo 2. Apr 2018, 19:43
Im Moment schwanke ich zwischen IOBroker und IP Symcon.
Der wesentliche Unterschied ist hier halt das das IP-Symcon Geld kostet in der Anschaffung und ioBroker nicht. Im Unterhalt und im Bezug auf Alexa ist das von den Kosten vergleichbar. Um einen ähnlichen Funktionsumfang wie IP-Symcon zu haben braucht es bei ioBroker des Pro Skills und der kostet sogar mehr jährlich als eine Subskription bei IP-Symcon. Individuelle Custom Skills lassen sich mit IP-Symcon erstellen ob das auf irgendeine Art auch mit ioBroker realisierbar ist bin ich persönlich überfragt. Eine einfache Möglichkeit für ioBroker ist mir selber für einen Custom Skill zumindest nicht bekannt.

Was die Visualisierung anbelangt wird diese automatisch in IP-Symcon im Webfront erstellt man kann also unmittelbar nach dem Anlegen von einem Gerät dieses auch im Webfront schalten. Bei ioBroker erstellst Du Dir eine individuelle Oberfläche mit VIS. Wenn Du so Gadgets nutzt wie Apple Watch bist Du bei IP-Symcon auch aufgehoben, da gibt es Apps für. Ansonsten lassen sich vollkommen individuelle Designs für IP-Symcon mit Zusatzprogrammen erstellen wie IPSView oder auch NEO. Mit IPSView kannst Du Dir auch Designs für Android Watches erstellen.

Ansonsten ist es halt davon abhängig was Du so an Geräten benutzt, ich selber habe z.B. Denon, Doorbird, Nanoleaf, dafür gibt es momentan keine fertigen Adapter für ioBroker, die müssten erst noch erstellt werden.

Von der Sprache her ist für mich persönlich PHP besser handelbar so sind moderne Verschlüsselungs Algorithmen wie Argon2i oder Chacha20 wie sie z.B. zukünftig von Doorbird genutzt werden schon mit libsodium bei PHP selber in die Sprache integriert.

Bei Funkprotokollen werden von IP-Symcon mehr Gateway Typen unterstützt als von ioBroker. Bei KNX lässt sich ein Symbox direkt an den KNX Bus anschließen bei ioBroker erfolgt die Kommunikation über ein weiteres IP KNX Gateway.

Ansonsten unterstütz IP-Symcon halt auch professionelle Systeme wie SPS von Wago, Beckkhoff, ABB, oder Bus Systeme wie LCN. ioBroker unterstützt nur Siemens S7 bei SPS. Bei ioBroker gibt es aber genauso wie bei IP-Symcon auch die Möglichkeit auch auf andere Systeme zuzugreifen. So hat ioBroker z.B. FHEM und openHAB Adapter in Entwicklung, so lassen sich dann auch Geräte einbinden die von ioBroker selber nicht unterstützt werden, bzw. für die kein Adapter vorliegt, für die aber in openHAB ein Binding oder bei FHEM ein Geräte Plugin vorliegt.

Aus meiner Sicht ist der Funktionsumfang zur Zeit mit IP-Symcon noch größer als mit ioBroker und es werden auch mehr Hersteller auf offiziellen Wege unterstützt. Dafür ist es ja aber auch eine kommerzielle Software, die einen Anschaffungspreis hat, irgendwie muss das ja der Hersteller auch rechtfertigen. Mit ioBroker kann man auch viele Geräte einbinden es kostet aber Zeit, dafür hat man da keine Anschaffungskosten der Software.
ioBroker ist sicher vor allem für den ein oder anderen Neueinsteiger interessant, der sich erst mal ausprobieren will und auch nicht viele Geräte oder vor allem günstige Geräte besitzt, weil er damit erst mal keine Anschaffungskosten hat bzw. jederzeit auf ein anderes System, sei es OpenSource oder ein kommerzielles System wechseln kann ohne größere Anschaffungskosten gehabt zu haben. Wenn ich z.B. nur wenige Sonoff Geräte besitze würde ich auch erst mal mit OpenSource Lösungen anfangen und wenn ich damit zurechtkomme dabei bleiben, ansonsten hat die Hausautomationssoftware am Ende bei so wenigen und günstiger Hardware mehr gekostet als die Geräte die man steuern will. Bei umfangreichen Installationen fallen die Anschaffungskosten einer Hausautomationssoftware im Vergleich zu den Kosten der Gesamtinstallation nicht ins Gewicht.
Insofern kann man nur raten jedem, der sich für kommerzielle Software interessiert, diese umfassen zu testen um auch beurteilen zu können wie man selber mit so einem System zurechtkommt, bevor man sich dann für einen Kauf entscheidet.
Zuletzt geändert von Fonzo am Mo 2. Apr 2018, 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
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